Ergotherapeut

Fast Facts

Beginn: 1. September
Laufzeit: 3 Jahre in Vollzeit
Abschluss: Staatlich anerkannter Ergotherapeut/in
Gebühren: -
Schulgeld: monatlich 50,- Euro
Fördermöglichkeit: BaföG
Ausbildungsinhalte:

Was macht der*die Ergotherapeut*in eigentlich? Ob ein Kind mit Aufmerksamkeitsproblemen in der zweiten Klasse, eine Ellenbogenverletzung nach einem Sturz im Garten oder Probleme im Alltag nach einem Schlaganfall - alle werden durch die Ergotherapie behandelt und gefördert. "Ergotherapie unterstützt Menschen jeglichen Alters, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt oder bedroht sind. Ziel ist es, sie bei der Durchführung für sie bedeutungsvoller Betätigungen in den Bereichen der Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit in ihrer persönlichen Umwelt zu stärken. Hierbei dienen spezifische Aktivitäten, Umweltanpassung und Beratung dazu, dem Menschen Handlungsfähigkeit im Alltag, gesellschaftliche Teilhabe und eine Verbesserung der Lebensqualität zu ermöglichen." (DVE 08/2007) Deine Ausbildung: Der Unterricht besteht aus einem theoretischen und fachpraktischen Teil, sowie Praktika in unseren Kooperationseinrichtungen oder selbst gewählten Einrichtungen.

Zugangsvoraussetzungen:

Um deine Ergotherapieausbildung zu beginnen, solltest du einen abgeschlossenen Realschulabschluß oder einen vergleichbaren mittleren Bildungsabschluss oder höherwertigen Abschluss vorweisen. Ebenso passt ein Hauptschulabschluss mit einer 2 jährigen Berufsausbildung. Die gesundheitliche Eignung zur Ausübung des Berufes solltest du mitbringen.

Arbeitsfelder nach der Ausbildung:

Nach deiner abgeschlossenen Ausbildung kannst du in Kliniken und Krankenhäusern der Fachrichtungen Orthopädie, Unfallchirurgie, Rheumatologie, Neurologie, Geriatrie und Gerontologie, ebenso Forensik, Pädiatrie, Kinder-und Jugendpsychiatrie, Psychiatrie und Psychomotorik arbeiten. Tätig werden kannst du auch in Einrichtungen für behinderte Kinder wie Sonderschulen, Kindergärten oder Heimen, sowie in geriatrischen Einrichtungen wie Altenheimen. In Einrichtungen der sozialen, medizinischen und beruflichen Rehabilitation und in Werkstätten für behinderte Menschen und in einer Ergotherapie Praxis kannst du beschäftigt sein.

Persönliche Eigenschaften:

Zu deinen individuellen Eigenschaften sollten Flexibilität, Kreativität und empathisches Verhalten gehören. Du solltest Ergotherapeut*in werden, wenn du Freude im Umgang mit Menschen hast, zuverlässig, geduldig und psychisch belastbar bist, selbstständig und abwechslungsreich arbeiten möchtest.

Wie ist die Ausbildung organisiert:

Der Unterricht in der Berufsfachschule besteht aus einem theoretischen und fachpraktischen Teil von 2700 Stunden. Ergänzt wird der Unterricht durch 1500 Stunden in Form von fünf Praktikas in verschiedenen Kooperationseinrichtungen und Arbeitsbereichen oder selbstgewählten Einrichtungen statt. Neben allgemeinbildenen Fächern, wie Deutsch werden dir vor allem umfassende medizinische Grundlagen und ergotherapeutische Behandlungsverfahren, aber auch Psychologie und Pädagogik vermittelt. Im fachpraktischen Teil lernst du viele Übungen und Anwendungen kennen, die deinen Patienten später helfen sollen, und erlebst diese selbst an dir.

Dein Abschluss:

Staatlich anerkannter Ergotherapeut/in
Weitere Aufstiegsmöglichkeiten:

Mit deinem Abschluss bist du in einem Gesundheitsfachberuf mit Zukunft eine aktuell gesuchte Fachkraft und hast richtig gute Berufsaussichten, ob selbständig in der eigenen Praxis oder angestellt. Auch eine weiterführende akademische Ausbildung als Ergotherapeut*in oder zum Medizinpädagogen kann folgen (Bachelor/Master) mit einer leitenden Tätigkeit in Reha-Einrichtungen oder Lehrtätigkeit an Schulen/Hochschulen. Deiner erfolgreichen Zukunft steht also nichts im Weg.

Bist Du dabei?